[Bosnia] Buch & Blog Bosnien in Berlin: erstes Teamtreffen und verlängerte Frist für Abstracts

Die Redaktion und das Team von Bosnien in Berlin (es fehlt Snežana Stanković) haben sich pandemiebedingt gestern, den 1. Juli 2021 zum ersten Mal „in echt“ in der Besetzung auf dem Bild getroffen; Nadira und Thomas sind sich sogar das erste Mal überhaupt bewusst außerhalb eines Zoom-Raums oder Chats begegnet:

V.l.n.r.: Sabrina Halilović, Aldina Čemernica, Nadira Musić, Emina Haye und Thomas Schad. Bild: Emina Haye/Thomas Schad.

Die Idee zum Buch- & Blogprojekt Bosnien in Berlin ist direkt im Anschluss an eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Berlin Science Week 2020 @ HUentstanden. Dort flossen unter der Überschrift Erinnern, Erforschen, Aufarbeiten. Srebrenica in Berlin. Junge Berliner*Innen aus Bosnien oder wie aus Traumata Forschungsthemen werden können fünf verschiedene Perspektiven junger Frauen aus Bosnien-Herzegowina, Serbien und Deutschland zusammen.

Das Buchprojekt öffnet sich für eine Mischung unterschiedlicher Genres: durch autobiographische, (semi-)fiktionalisierte, essayistische, künstlerische, dialogische (Interviews) und im Einzelfall auch wissenschaftliche Beiträge soll eine gemischte, möglichst breite Öffentlichkeit erreicht werden. Indem individuelle Erinnerungsfragmente oder Geschichten über (Vor-)Kriegserlebnisse, Flucht, Ankunft, Adoleszenz und Berufsfindung die einzelnen Bausteine des Gesamtmosaiks sind, versteht sich das Buch als Teil einer zeitgemäßen, multidirektionalen Erinnerungskultur, die genauso zu Berlin und Deutschland gehört wie die Baščaršija zur bosnischen Hauptstadt Sarajevo.

Neben den Ideengeber*innen sind weitere Autor*innen eingeladen, sich mit einem kurzen Abstract von maximal 500 Wörtern beim Redaktionsteam vorzustellen und einzubringen. Je nach Zahl der eingehenden Abstracts und entsprechend der geplanten Längen der Beiträge können unter den InteressentInnen bis zu 15 Personen ausgewählt werden. Besonders (aber nicht ausschließlich) sind VertreterInnen der bosnisch-herzegowinischen und/oder ex-jugoslawischen Diaspora in Berlin und im deutschsprachigen Raum eingeladen, ihre Perspektiven einzubringen. Die Beiträge sollten sich in einem relativ frei interpretierbaren Rahmen mit dem nicht immer einfachen Verhältnis auseinandersetzen, das zwischen der persönlichen (autobiographischen) und beruflichen (wissenschaftlichen, künstlerischen, sonstigen) Auseinandersetzung mit Bosnien spannt. Es ist ebenso denkbar, dass Beitragende indirekt die Perspektive dritter Menschen einbringen, die diese nicht selbst aufschreiben können, ihre Geschichte oder ihr Engagement aber gerne in einem Gespräch (als Interview) oder auf andere Weise (z.B. über Fotografien oder andere persönliche Artefakte) mitteilen möchten.

Alle Autor*innen entscheiden selbst darüber, welches Wissen sie teilen möchten und welches sie lieber für sich behalten oder nicht berühren. Es ist vorgesehen, alle Beiträge in die B/K/M/S-Sprache (fortan: Jezik*) übersetzen zu lassen und das fertige Buch auch in Bosnien-Herzegowina herauszugeben.

Die Frist für die Einreichung von Abstracts (300 – max. 500 Wörter) und Kurz-CV (max. 300 Wörter) wurde auf den 15. JULI 2021 verlängert!

Alle Informationen finden sich auf unserer Homepage & Blog

Bosnien in Berlin

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