Einladung: LOST PLACE Chemiewerk Rüdersdorf bei Berlin (7.11.2024, 14-16 Uhr, Museumspark Rüdersdorf)

Wer sich für Hintergründe zu den Lost Places in Berlin/Brandenburg interessiert, ist am Donnerstag, den 7. November 2024 von 14-16 Uhr beim Erzählcafé Chemiewerk im Museumspark Rüdersdorf bestens aufgehoben. In einem der ehemaligen Steigerhäuser (Heinitzstraße 42) gibt es den Veranstaltungsraum „Kulturdach“. Eintritt ist frei, es gibt Kaffee und Tee, die Anfahrt aus Berlin bequem und unkompliziert. Wer früher kommt, kann das Ganze mit einem Besuch des Museumsparks verbinden.

Das ehemalige Chemiewerk Rüdersdorf ist heute vor allem als markanter Lost Place bekannt — und wird gerne als Filmkulisse genutzt, z.B. für die Filme Stalingrad oder Die Tribute von Panem. Die Gebäude und das Gelände sind zwar nicht Teil des Museumsparks — aber von hier aus hat man den besten Blick auf die Kulisse.

Bildquelle: Copyright Museumspark Rüdersdorf. Aufnahme aus den 1990er Jahren. Der Schlot im Vordergrund gehört zur Schachtofenbatterie, die sich auf dem Parkgelände befindet und von außen und innen begehbar ist.

Das Chemiewerk gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zum VEB ›Chemiewerk Coswig‹, Dessau. Von 1951 bis 1972 stellte es Düngemittel für die Landwirtschaft her, ab 1974 produzierte es den Futtermittelzusatz ›Rükana‹ für die Intensivtierhaltung. Nach der Privatisierung produzierte das Unternehmen noch bis 1999, bevor es in Konkurs ging. Zusammen mit den damals aktiven Zement- und Betonwerken (heute git es bei Rüdersdorf nur noch eines) ist es ferner mitverantwortlich für den Erinnerungsort „Dreckschleuder Rüdersdorf“: Der Ort hatte die höchste Feinstaubbelastung Ostdeutschlands, DDR-weit genoss er einen ähnlichen Bekanntheitsgrad wie Bitterfeld oder Senftenberg.

Detlef Forker, ehemaliger Schichtleiter im Chemiewerk Rüdersdorf, präsentiert am Donnerstag Bilder aus den 1970er-1990er Jahren und teilt seine Erfahrungen aus erster Hand. Forker ist Mitglied des Vereins Rüdersdorfer Heimatfreunde e.V., gilt als ausgezeichneter Kenner der Industriegeschichte des Orts und ist oft als Gästeführer im Museumspark tätig. Moderiert wird die Diskussionsreihe von Thomas Schad, dem Historiker des Museumsparks. Interessierte sind eingeladen, ihre Fragen zu stellen oder eigene Erfahrungen zu teilen.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei, um Spenden wird gebeten. Wer früher kommt um den Museumspark zu besichtigen, wird um Eintritt gebeten (8 € / 4 € / 7 €, genauer: Link). Anmeldungen wenn möglich per Telefon 0157 839 86 677 oder per Mail an: schad@museumspark.de

Zufahrt ÖPNV / PKW:

Wer mit dem ÖPNV kommt: ABC-Ticket nötig, entweder mit der S3 bis Friedrichshagen, dort umsteigen in die T88 Richtung Alt-Rüdersdorf / Haltestelle Heinitzstraße / Museumspark. Alternativ: mit der Regionalbahn oder S3 bis Erkner, von dort mit dem Bus 950 Richtung Strausberg. Von Erkner aus auch gut mit dem Rad erreichbar.

Bitte am Haupteingang (Heinitzstraße 9) in der Kasse melden und anschließend der Heinitzstraße ca. 500 Meter bis zu den drei Steigerhäusern folgen.

Wer mit dem PKW kommt: An der Kasse halten und anmelden, Parkmöglichkeiten befinden sich entweder vor der Kasse oder am Haus und auf dem Veranstaltungsparkplatz gegenüber dem Tiergehege innerhalb des Geländes. Wenn möglich: außerhalb des Parkgeländes parken, um keine Besucher zu stören. Wer Gehschwierigkeiten hat, bitte an der Kasse das Eisentor öffnen und durchfahren.

Zugang zum Kulturdach im mittleren Steigerhaus über Außentreppe oder Fahrstuhl. Bei Schwierigkeiten: 0157 839 86 677

Museumspark Rüdersdorf

Kulturdach im Steigerhaus

Heinitzstraße 42

Hinterlasse einen Kommentar

Website bereitgestellt von WordPress.com.

Nach oben ↑