[Bosnia] Ekspozej: Književni projekat „Bosna u Berlinu“

Rat u Bosni i Hercegovini je okončan prije više od 25 godina, neposred poslije užasnog vrhunca: genocida u Srebrenici. Ova 25. godišnjica je bila povod dvjema panel-diskusijama, organizovanim od katedre za južnu slavistiku na Humboldt-Univerzitetu u okviru Berlin Science Week @ HU, koje je moderirao historičar Thomas Schad. Nakon panel-diskusije, nastala je ideja za pisanje knjige „Bosnien in Berlin“ (Bosna u Berlinu). Pet mladih žena iz Bosne i Hercegovine, Srbije i Njemačke su izlagale raznolike perspektive u okviru ove diskusije i usprkos različite starosne dobi (i unatoč različitim doživljajima), sve govornice pak spaja jedno: s autobiografske ali i znanstvene strane se sve susreću i bave temom rata u Bosni i Hercegovini. Učesnice i učesnici manifestacije su imali osjećaj da njihove priče i doživljaji nisu ispričani do kraja. Potaknuti velikim javnim interesom i pozitivnim odjekom, donijeli su odluku da nastave pričati i pisati knjigu s radnim naslovom „Bosnien in Berlin“.

[Klima] Der CSU-Mann als Baumfreund: ein Essay in Bild- und Habitusbeschreibung

Wenn der weite und über weite Strecken unbelehrbahre Verlauf der Beziehung zwischen konformistischen CSU-Männern und Bäumen nicht tragisch wäre, dann könnte man eine aktuelle Headline mitsamt Teaser und Bild von Markus Söder im Spiegel (Spiegel 19/2021 vom 8.5.2021) auch als schalkhafte Posse verstehen: da präsentiert sich ein CSU-Mann doch tatsächlich als Baumfreund. Ich sehe darin... Continue Reading →

[Pandemos] Garnichts (Flucht in den Grunewald)

Leichter Schlaf, frühmorgendliches Wach -- dann wieder umdrehen. Den Wecker nicht respektieren: du bist nur ein Handy, dich drück' ich weg. Forcierte Wachträume: ich fahre durch ein Parkhaus für Spielzeugautos, alles auf Plastik, das könnte jetzt endlos so weitergehen. Bis das Kissen zu Stein wird. Ein plagendes Gewissen: dieses nicht gemacht, jenes nicht gemacht - aber alles gemacht haben wollen. Überhaupt, wollen: wo ein Wille, da ein Weg / wo kein Herr, da die Wege verschlungen. Bequem, daran zu denken, dass es ganz weit da draußen eine Whirlpoolgalaxie gibt: Spiralgalaxien, schwarze Löcher -- um die sich vielleicht nicht alles dreht, die aber alles in sich ziehen. Wo ganze Sonnen zu Garnichts werden. Das Wetter graut, das Wetter komplementiert, und ich glaube nicht, dass der strahlend blaue Himmel der vergangenen Tage etwas wesentlich geändert hätte, hinter meinem schweren, roten Vorhang aus Kargradsamt. Ich denke manchmal daran, wie E. früher immer gesagt hat "ich friere mich" anstatt "ich friere"; "meine Öhren" anstatt "meine Ohren", und wie E. gefragt hat "Stehst du nicht?" anstatt "Stehst du nicht auf?" Ich stehe also auf, und es besteht wieder Aussicht auf Kaffee, der zuerst schwer und alt durch seine Bialetti röchelt. Der riecht, der treibt erst in den Tag hinein. Wird es wieder ein Tag, an dem sich quasi gar nichts schafft? Von diesem gar nichts ist jener Anteil von Garnichts schon entfernt, der zwar gar nicht Garnichts ist -- der aber so erscheint, weil ihn dir niemand anrechnet. Ich ahne freilich, dass es auf genau jenes Garnichts schwer ankommen könnte -- kann und will aber wiederum gar nichts genaueres sagen. "Das möchte ich nicht", sagt eine rheinische Kunstfigur, sitzt in ihrem Bett und trinkt Kaffee. Da schwinge ich mich aufs Rad, doch da sind überall Menschen, die auch nicht wissen, wohin sie mit sich sollen. Hat kein Club, hat kein Bar -- hat aber auch kein Hemmung, hat kein Halten mehr. So quellen sie in die Klimaparks. Sie tun mir zwar beide leid, die Klimaparks, die Klimaleute: sie sind mir aber auch beide viel zu viel. Dazu das drohende, kommende Garnichts. Ich entfliehe ihm wenigstens vorher recht erfolgreich, für viereinhalb Stunden: es ist die Flucht in den Grunewald. Dort herscht ein anderes Klima, dort baden sie an, dort ist echter Wald, dort waldbaden sie.

[Klima] „Cemre havaya düştü“: über die Aussagekraft einer anatolisch-balkanischen Bauernregel während des Hochklimawandels

Was am 19. Februar 2021 mit dem Wetter in Deutschland geschehen ist, halte ich für absolut bemerkenswert. Andererseits war dieser naturräumliche Vorgang offensichtlich auch sehr schwer in (deutsche) Worte zu fassen: dies zeigt allein ein Blick auf die Tagespresse, wo immer wieder das völlig unangemessene, stereotypische Understatement eines Hauchs von Frühling bemüht worden ist.1 Es... Continue Reading →

[Human Security] An urgent appeal on behalf of refugees stranded in Bosnia and Herzegovina

We, the undersigned, are angered and distressed by the appalling circumstances in which a group of people in the Lipa area, near the town of Bihać in Bosnia and Herzegovina, have been living for months in makeshift camps. Their living conditions are appalling and subhuman. There are 700 refugees currently eking out an existence in Lipa; the situation that faces thousands more throughout the border region is unknown.

[Rückblick 2020] [III] April, Mai & Juni

Im Osternest lag dieses Mal wertvolles Desinfektionsspray für die Hände, und auch ansonsten war alles anders. Es zeigte sich ein Supervollmond, die Natur erwachte mit voller Kraft, und der Anblick der Schlüsselblumen bewirkten bei mir eine innere Zeitreise zurück zur ersten selbst erlebten Katastrophe: Tschernobyl.

[Rückblick 2020] [II] Januar, Februar & März

Im März dann der Schock: das Klopapier war alle! Corona war jetzt vollkommen da. Der Hashtag #StayTheFuckHome avancierte zum Gebot der Stunde, die EuropäerInnen klatschten dem Krankenhauspersonal von den Balkonen, und ich fuhr in einem gespenstisch leeren ICE durch gleißenden Sonnenschein in die Rhön.

[Human Security] Es ist Zeit, den in Bosnien und Herzegowina gestrandeten Menschen zu helfen! Ein Aufruf an die bosnisch-herzegowinische, kroatische und gesamteuropäische Öffentlichkeit

wer will dass die welt so bleibt wie sie ist der will nicht dass sie bleibt (Erich Fried) Wir wollen unseren Unmut und unser Bedauern über die verheerende Situation ausdrücken, in der sich über 2000 Menschen in Lipa bei Bihać / Bosnien und Herzegowina befinden, die seit Monaten in provisorischen Lagern untergebracht sind. Es ist... Continue Reading →

[Neue Medien] Horribile dictu: Julian Assange ist ihnen egal

Vor fast einem Jahr, am 18. Februar 2020, habe ich über den Fall Julian Assanges geschrieben: einem Fall großer Ungerechtigkeit, der von systemischer Tragweite ist und mich stark beunruhigt. Im Kern ging es in dem Beitrag, neben dem persönlichen Leid des weggesperrten Julian Assanges, um eine missglückte Rufmord-Desinformationskampagne mit dem Zweck der Verschleierung US-amerikanischer Kriegsverbrechen.... Continue Reading →

[Articles] Die öffentliche Diplomatie einer kommunikativen Figuration zwischen Sarajevo und Ankara: Das Verhandeln von Sicherheit, Kultur und Verwandtschaft

PDF des gesamten Artikels: Herunterladen In diesem Beitrag gehe ich der Frage nach, wie das Thema der muslimischen Unsicherheit und (forcierten) Abwanderung von bosniakischen Muslimen in die Türkei mit der Verdichtung der bosniakisch-türkischen Kulturdiplomatie der letzten beiden Jahrzehnte korrespondiert. Meine Beobachtungen basieren auf meinen Feldstudien zwischen Bosnien und der Türkei von 2014 bis 2017 und... Continue Reading →

[Sprache] Zum Wort ‚Start-up‘

Die FAZ bewarb gerade einen ihrer eigenen Beiträge vom 27.9.2020 hinter der Paywall, und so las ich über freundliche Empfehlung des Facebook-Algorithmus nur die Headline: "Abgehängt von Chinas Start-ups". Im Teaser wird noch etwas ausführlicher gewarnt: "Auf der einzigen Automesse des Jahres in Peking zeigen deutsche Hersteller konventionelle Modelle. Den chinesischen E-Autos haben sie wenig... Continue Reading →

[Pandemos] Reichsflaggen, Pandemie und Klimawandel: ein falsches Aufsprengenwollen der Geschichte

Die Szenen vom Reichstagsgebäude im Zusammenhang mit der sogenannten "Hygienedemo" am Samstag, den 30.8.2020 in Berlin, getragen von sogenannten Corona-Skeptikern, angeblichen "Querdenkern", "Reichsbürgern" und einer unüberschaubaren Vielzahl unterschiedlicher Menschengruppen ("Peter und Cordula", hat das glaube ich jemand im Feilleton genannt), veranlassen mich zu diesem Beitrag. Präziser gesagt: es geht mir um die Reichsflaggen, die in... Continue Reading →

[Heine-Projekt] 6 Uneigentlicher Wald: Heines Metapherngebrauch

Wie im letzten Kapitel anhand des Figurationsmodells (Abb. unten) skizziert, spielen Frankreich und das deutsch-französische Verhältnis in Heinrich Heines Schriften eine zentrale Rolle. Dies gilt besonders für den hier analysierten Text Die Romantische Schule, der sowohl mit einer französischen, als auch mit einer deutschen Leserschaft korrespondiert. Frankreich und Deutschland stehen schon aus autobiographischen Gründen der... Continue Reading →

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